Von der Universität Witten/Herdecke waren menschenskinder mit der Konzeption, Gestaltung und Umsetzung der Kommunikations- und Informationsmaterialien für das Forschungsprojekt „Fit für Fieber“ beauftragt. Das Projekt wird durch den Gemeinsamen Bundesausschuss – Innovationsausschuss gefördert.
Ziel des Projekts ist es, Eltern im Umgang mit Fieber bei Kindern evidenzbasiert zu unterstützen, Unsicherheiten abzubauen und eine sichere, informierte Entscheidungsfindung zu ermöglichen. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden dafür bewusst alltagsnah, niedrigschwellig und ohne Alarmismus vermittelt.
Corporate Design / Konzept / Illustrationen / Animationsfilm / Layout / Satz
Zentrales Medium des Projekts ist ein Infoblatt, das gezielt im kinderärztlichen Aufklärungsgespräch eingesetzt wird. Es dient Ärzt:innen als unterstützendes Kommunikationsinstrument und Eltern als verlässliche Orientierungshilfe im Umgang mit Fieber, sowohl im Gespräch in der Praxis als auch im akuten Alltag zu Hause.
Das Infoblatt beantwortet die wichtigsten Fragen auf einen Blick: Was ist Fieber? Wie kann ich mein Kind gut begleiten? Und wann sollte ich ärztlichen Rat einholen? Besonderes Augenmerk lag auf einer sehr niedrigschwelligen, präzisen und angstnehmenden Vermittlung. Inhalte wurden so strukturiert, dass sie auch in emotional belastenden Situationen schnell erfassbar bleiben und Sicherheit vermitteln, ohne zu verunsichern.
Die von menschenskinder entwickelten Illustrationen spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie übersetzen medizinische Zusammenhänge in eine ruhige, freundliche Bildsprache, zeigen typische Situationen aus dem Familienalltag und unterstützen zentrale Botschaften wie „Fieber ist Teil der Immunabwehr“ oder „Nicht jede erhöhte Temperatur erfordert sofortiges Eingreifen“. So wird das Infoblatt zu einem Werkzeug, das Ängste reduziert und Vertrauen in den eigenen Umgang mit Fieber stärkt.
Über den QR-Code auf dem Infoblatt gelangen Eltern direkt zu einem animierten Erklärfilm, der in Zusammenarbeit mit Lichtspieler entstanden ist. Der Film vertieft die Inhalte des Blatts und erläutert sie visuell. Er folgt dabei konsequent der inhaltlichen Struktur des Infoblatts und macht dessen Aussagen durch Bewegtbild, klare Szenen und wiederkehrende Motive noch anschaulicher.
Der Erklärfilm unterstützt das Infoblatt gezielt dort, wo zusätzliche Erklärung hilfreich ist, etwa bei der Einordnung von Fieberphasen, bei typischen Unsicherheiten rund um Medikamente oder bei der Frage, wann ein Arztbesuch notwendig ist. Er dient nicht als eigenständiges Medium, sondern als konsequente Verlängerung des Infoblatts, die Eltern auch nach dem Praxisbesuch begleitet. So entsteht eine durchgängige Informationskette vom ärztlichen Gespräch über das Infoblatt bis hin zur vertiefenden Erklärung im Film.
Kleiner Einblick ins Erklärvideo
Sprecherin: Carolin Moussa
Für „Fit für Fieber“ entwickelten menschenskinder ein eigenständiges Corporate Design, das gezielt auf Klarheit, Orientierung und emotionale Entlastung ausgerichtet ist. Gestaltung und Inhalt folgen dabei derselben Haltung: medizinische Informationen präzise und verständlich zu vermitteln, ohne zu dramatisieren. Die Farbwelt, Typografie und der reduzierte Illustrationsstil sind bewusst ruhig gewählt und unterstützen eine sachliche, vertrauensvolle Ansprache von Eltern in einer oft emotional belastenden Situation.
Das Corporate Design bildet die visuelle Klammer für alle Anwendungen des Projekts. Neben dem Infoblatt entstanden Poster für den Praxisraum, die Aufmerksamkeit schaffen und zentrale Botschaften sichtbar machen. Aufkleber für das Kinderuntersuchungsheft verankern das Thema dauerhaft im Familienalltag und dienen als wiederkehrende Erinnerung sowie als direkter Zugangspunkt zu weiterführenden Informationen.
Gemeinsam mit dem Infoblatt und dem über den QR-Code angebundenen Erklärfilm entsteht so ein kohärentes Informationssystem, das Eltern im ärztlichen Gespräch, zu Hause und über digitale Angebote hinweg begleitet. Das Corporate Design sorgt dafür, dass alle Elemente als zusammengehörig wahrgenommen werden und das Forschungsprojekt im Praxisalltag konsistent und wirksam verankert ist.